Aktuelle Änderungen im Verfahren

Im April 2017 wurden mit der Neufassung des §126 SGB V die Kriterien zur Aufrechterhaltung einer Präqualifizierung verschärft. Die Anforderungen an Präqualifizierungsstellen und an die Leistungserbringer wurden geändert.

Die Präqualifizierungsstellen unterliegen nunmehr der Überwachung der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) und müssen streng nach der Norm DIN EN ESO/IEC 17065:2013 arbeiten. Nur von der DAkkS akkreditierte Präqualifizierungsstellen dürfen ab dem 1. Mai 2019 Präqualifizierungsbestätigungen ausstellen.

Wie im neuen § 126 SGB V festgelegt, unterliegen spätestens ab Mai 2019 nun auch bereits präqualifizierte Leistungserbringer einer permanenten Überwachung durch Ihre Präqualifizierungsstelle. Dies bedeutet für die Augenoptik, dass in Zukunft für alle Präqualifizierung, auch bei Altbetrieben, die bereits erfolgreich am Markt waren, grundsätzlich Betriebsbegehungen bei Antragstellung durchgeführt werden müssen. Die bislang geforderte Fotodokumentation entfällt somit.

Darüber hinaus schreibt die DAkkS aber auch für die gesetzlich vorgeschriebene Überwachung der Augenoptikbetriebe zwingend Begehungen vor, die zweimal in der 5-Jahres-Frist stattfinden müssen, also ca. alle 20 Monate.Dies bedeutet, dass der Aufwand sowohl für die Präqualifizierungsstellen, als auch für die Leistungserbringer, deutlich größer werden wird. Dies gilt auch für bereits bestehende Präqualifizierungen.

Dies wird sich leider in Zukunft auch bei den Kosten für eine Präqualifizierung niederschlagen. Da die Organisation dieser notwendigen Begehungen sich zurzeit erst im Aufbau befindet und die Kalkulation demzufolge noch nicht abschließend bearbeitet werden konnte, ist noch keine definitive Auskunft zu unseren zukünftigen Preisen möglich.

 Verliert eine Präqualifizierungsstelle Ihre Akkreditierung, werden die von dieser Stelle ausgestellten Präqualifizierungsbestätigungen ungültig. Die Leistungserbringer müssen unverzüglich eine andere Präqualifizierungsstelle beauftragen, um ihre Lieferberechtigung aufrecht zu erhalten. Der Übergang muss innerhalb von 6 Monaten abgeschlossen werden.

Wichtige Informationen zur Antragstellung

Da die AO-Präqualifizierungs GmbH zurzeit noch im Akkreditierungsverfahren der DAkkS ist und mit einem Bescheid nicht vor April 2019 zu rechnen ist, ist es notwendig, die Annahme von Präqualifizierungsanträgen zum 31.12.2018 einzustellen, um zu gewährleisten, dass alle bereits beantragten Verfahren nach den zurzeit gültigen Regeln abgeschlossen werden können.

Wir werden auch nach dem 31.12.2018 Neuanträge annehmen; allerdings werden diese Anträge unter dem Vorbehalt eines erfolgreich abgeschlossenen Akkreditierungsverfahrens nach den dann geltenden Bedingungen angenommen und nicht vor Mai 2019 abgeschlossen.

Betriebsbegehungen bei Neuanträgen und zur Überwachung der Leistungserbringer

Im Versorgungsbereichen 25 (Augenoptik) werden zur Feststellung, ob die sachlichen und räumlichen Anforderungen für bestimmte Bereiche (Gläser, Kontaktlinsen, Vergr. Sehhilfen) erfüllt werden, Betriebsbegehungen mit Inventarprüfung verlangt.

Die Art und der Umfang der zu überprüfenden Nachweise ist dem Kriterienkatalog zu entnehmen (siehe Downloads)

Die Begehung hat durch fachkundige Personen zu erfolgen, die über die erforderliche Sachkenntnis verfügen sowie Erfahrungen mit den einzelnen Medizinprodukten und Hilfsmittelversorgungen haben.

Über die Betriebsbegehungen ist ein Protokoll zu fertigen.Falls im Rahmen der Begehung nicht alle Anforderungen erfüllt werden, wird dem Antragsteller eine angemessene Frist eingeräumt, um Nachbesserungen durchzuführen. Die Art der zu erbringenden Nachweise wird mit der PQ-Stelle abgesprochen.

Da mit dem neuen § 126 die Überwachung der Leistungserbringer obligatorisch ist, müssen auch innerhalb der Geltungsdauer einer Präqualifizierung ca. alle 20 Monate Begehungen durchgeführt werden.